«Old Lady – Classic Bakdekker Anno 1936»
MÖCHTEN SIE DIE ALTE DAME NÄHER KENNENLERNEN?
VOM «ZEELEEUW» ZUR «OLD LADY»
Die beiden holländischen Voreigner fuhren den Oldtimer unter dem Namen «Zeeleeuw» spazieren. Da dies kein verbriefter Originalname des Bootes darstellt und Schiffe sehr oft umbenannt werden, haben auch wir uns dazu entschieden, das Boot umzutaufen.
Mit dem neuen Namen «Old Lady – Classic Bakdekker Anno 1936» zollen wir der Eleganz des Bootes Tribut und verleihen Würde und historischen Kontext. Darüber hinaus ist der neue Name international verständlich. Natürlich haben wir uns bei der Taufe an die eiserne Regel gehalten und das Boot vor der Einwasserung getauft.
Denn die Schiffahrtsregeln besagen: Wer ein Schiff im Wasser umtauft, wird Unglück erfahren! Mit der Taufe hat die «Old Lady» einen neuen Schriftzug mit Schriften aus der Zeit und einem Kompass-Symbol erhalten.
VON BELGIEN ÜBER HOLLAND IN DIE SCHWEIZ
Die «Old Lady» wurde 1936 in Belgien für einen belgischen Aristokraten gebaut. Gemäss Experten trägt der Bakdekker die Handschrift des belgischen Schiffsarchitekten Frits Mulder und weist Ähnlichkeit mit dessen Booten «Mimpin» und «Simba» auf. Frits Mulder entwickelte an die 200 Yachten.
Nach Holland verkauft, wechselte das Boot mehrmals den Besitzer und war zuletzt als «Zeeleuw» immatrikuliert. Der Vorbesitzer nutzte das Boot bei seinem Wochenendhaus in Vinkeveen sowie im Marker- und Ijsselmeer.
Der heutige Eigner fuhr das Boot über die Wasserwege von Holland, Belgien und Frankreich und hat dabei die Ardennen und die Vogesen beschifft und gegen 300 Schleusen passiert. Nach einer Saison in Port-sur-Saône wurde das Boot in die Schweiz transportiert, komplett restauriert und als «Old Lady» im Zürichsee eingewassert.
VIEL PLATZ FÜR DIE CREW UND IHRE GÄSTE
STEUERHAUS
Das Steuerhaus ist die Kommandozentrale, welche die Technik – die unter der Bodenfläche liegt – am Steuerstand zusammen bringt.
ACHTERNKABINE (SALON)
Die Achterkabine ist der Salon des Bootes und bietet Platz zum Sitzen, Essen am Tisch, Relaxen auf der Langbank und den Sitzbänken und bietet darüber hinaus zwei weitere Schlafplätze.
PANTRY
Anschliessend an den Salon befindet sich die Küche (Pantry). Hier finden sich die wichtigsten Geräte fürs Kochen, Kühlen und Abwaschen.
ACHTERNCOCKPIT & DECKS
Durch eine zweiflügelige Türe geht es von der Küche hinaus in das Achterncockpit. Durch den Süllrand ist man draussen gut vor Wind und Wetter geschützt. Ein heimeliges Sitzörtchen und natürlich auch Ausgangspunkt zum Baden.
DECKS
Vorne befindet sich das Bakdeck, hinter dem Steuerhaus das Achterndeck (welches in Zukunft einen Aussensteuerstand aufweisen soll). Zum Sonnen ist also genug Platz vorhanden, meist wird aber das Achterncockpit für diesen Zweck genutzt. Wenns zu heiss wird, geht es über die mobile Badeleiter aus edlem Bootsholz ins Wasser.
TOILETTE
Vorne im Bug befindet sich eine komplette Toilette, diese hat Stehhöhe.
BACKDECKKABINE
An die Toilette anschliessend befindet sich unter dem Bakdeck die Backdeckkabine mit ihren vier Kojen. Die Kabine hat Stehhöhe und weist unter den beiden unteren Kojen sowie unter dem Boden in der Bilge praktischen Stauraum auf.
ZUVERLÄSSIGE TECHNIK AUF KLEINEM RAUM
Bootstechnik ist komplex, denn es gilt sie den Gegebenheiten an Bord, der aktuellen Gesetzgebung sowie mit den Bedürfnissen des Bootseigners in Einklang zu bringen. Beim Refit 2010 wurde die ganze Technik der «Old Lady» neu gebaut und an die Gegebenheiten an Bord (verlängertes Heck, geplanter Aussenführerstand etc.), die Schweizer Gesetzgebung (neuer Motor war Pflicht, Schmutzwassertank etc.) und die Bedürfnisse des Eigners angepasst. Das einzige was beibehalten wurde ist das Bugstrahlruder, welches bereits beim letzten Refit eingebaut wurde. Den Motor auswechseln zu müssen, war ein Jammer. Denn der British Leyland von 1952 war zwar nicht der Originalmotor, aber stets super zuverlässig und wies niedrige Verbrauchswerte auf. Leider hat hier die Gesetzgebung kein Nachsehen – der alte Motor war nicht auf der Motorenliste der Schweizer Behörden.